Welcher Sport hilft bei Blasenschwäche?

Welcher Sport hilft bei Blasenschwäche?

Ohne Frage, das Thema ist kein angenehmes. Harninkontinenz betrifft jede vierte Frau und noch jeden zehnten Mann. Nur wenige unternehmen etwas dagegen, ziehen sich nach und nach aus dem sozialen Leben zurück. Doch Bewegungsarmut ist wiederum ein weiterer Risikofaktor für unfreiwilligen Harnverlust, denn dann lässt die Beckenbodenmuskulatur noch mehr nach.

Zuerst sollten Sie fachlichen Rat (Gynäkologe) einholen und dann eine Physiotherapie mit gezielten Übungen absolvieren. Wird der Beckenboden, also der untere, innere Teil der Beckenknochen, die eine Höhle bilden, richtig trainiert, stärkt das auch die Blasenfunktion. Dort zeichnen Bindegewebe und Muskeln dafür verantwortlich, dass wir den Unterleib an- und entspannen können.

Kontraproduktiv sind sogenannte High-Impact-Sportarten mit starker Belastung wie Tennis, Trampolin-springen, Basket- oder Volleyball. Als ideal hingegen hat sich Reiten und hier der „gesessene Trab“ herausgestellt. Das berichten Sportwissenschafter aus Köln, wo die Auswirkungen verschiedener Bewegungsformen auf den Beckenboden analysiert wurden.

Der Profit liegt hier im Wechsel von An- und Entspannung. Das erreicht man auch durch Radfahren und beim Schwimmen. Bei Belastungsinkontinenz (Harntröpfeln beim Niesen, Heben, Husten oder Lachen) kann das Sitzen und Üben auf einem Gymnastikball wieder helfen, „dicht“ zu werden. Lassen Sie sich die genaue Ausführung aber vom Therapeuten zeigen. Mehr Grundspannung um die Körpermitte lässt sich zudem mit Beckenbodengymnastik nach der Pilates-Methode erzielen. Desweiteren sind auch innovative Beckenbodentrainingsgeräte sehr hilfreich.